Ein modernes Rustico inmitten eines Weinbergs im Tessin, gebaut für einen Mann, der gleichermassen Ingenieur und Bauer ist

Auf eine bündige Formel – sie klingt fast schon wie ein Gedicht (könnte jedoch auch aus einem alten Handbuchs aus dem Hause Hoepli stammen) – bringt Aurelio Galfetti die Grundidee dieser Konstruktion an den Ausläufern der Magadinoebene. Eine Architektur eine Lebensphilosophie, die sich zur Gänze in ein paar wenigen, grundsätzlichen Gedanken ausdrückt:
„[…] Heutzutage garantiert ein System voller Elektronik stets gleiche Bedingungen für den Wein, die vielleicht besser sein mögen als jene in den guten alten Kellereien. Was vermag unsere Zeit zwei Reihen mit Schränken aus Aluminium und Glas hinzufügen, eine davon für die Rotweine und eine für die Weissweine?

Durchaus allerhand Dinge: Ein Tisch, gross genug, eine unwiderstehliche Einzuladung zu sein, in Gesellschaft inmitten der Flaschen zu verweilen; zwei grosszügige Fensterfronten, von denen man den Blick auf den Weinberg und die ferne Landschaft geniesst, wobei man je nach Jahreszeit im Warmen oder im Kühlen steht; ein paar Mauern und ein Dach aus Beton, die all das umgeben. Aber wo findet da das Nostalgische seinen Platz?

In einer Pergola aus himmelblauer Glyzinie, die Beton und Glas verdeckt; das Licht wird weicher, die Fensterrahmen aus Aluminium wirken weniger scharfkantig, der Boden aus maschinell geschliffenen Steinen aus der Gegend und der Tisch aus verleimtem Holz erinnern irgendwie an alte Zeiten […].

Zeitschrift „Abitare“, November 2003: Lesen Sie den gesamten Artikel auf der Seite Rezensionen.

Der Weinberg mit einer Fläche von 17.000 m² und 4.000 Rebstöcken wurde in einer Lichtung im Kastanienwald an der Monte Ceneri Strasse angelegt.

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